Jakob van Hoddis

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„Ich habe am Wannsee Blumen gepflückt / und weiß nicht, wem ich sie schenken soll“
Gedenktafel für Jakob van Hoddis in den Hackeschen Höfen in Berlin

Jakob van Hoddis (* 16. Mai 1887 in Berlin; † 1942 in Sobibór; eigentlich Hans Davidsohn) war ein deutscher Dichter des Expressionismus. Berühmtheit erlangte er vor allem durch das Gedicht Weltende.

Inhaltsverzeichnis

Gedichte

Die Stadt

Weltende

Jakob van Hoddis
Weltende (1911)
Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf der Hut
In allen Lüften hallt es wie Geschrei
Dachdecker stürzen ab und gehn entzwei
Und an den Küsten – liest man – steigt die Flut.
Der Sturm ist da, die wilden Meere hupfen
An Land, um dicke Dämme zu zerdrücken
Die meisten Menschen haben einen Schnupfen
Die Eisenbahnen fallen von den Brücken.

kassiber.de

Jakob van Hoddis - wer diesen Namen kennt, verbindet ihn fast immer mit einem Gedicht. "Weltende": Diese acht Zeilen elektrisierten 1911 die Caféhausliteraten in Berlin, beschrieben die Stimmung einer ganzen Generation. Jakob van Hoddis hatte in diesem Gedicht der Ahnung vom bevorstehenden Zusammenbruch jeglicher Ordnung eine Sprache gegeben.

Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum; 08.02.2007

Verschiedene Gedichte

  • Aurora
  • Morgens
  • Der Todesengel
  • Der Träumende
  • Der Visionarr
  • Weltende
  • Es hebt sich ein rosa Gesicht ...
  • Andante

Literatur

Stroemfeld Verlag Frankfurt/Main, Basel. ISBN 3-87877-016-2

  • Jakob van Hoddis, Weltende. Gedichte, Arche, Zürich 2001, ISBN-10 3-7160-2284-5 / ISBN-13 978-3-7160-2284-9

Linkliste

Siehe auch