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Industrielle Revolution und soziale Frage im 19. Jahrhundert

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Kurzinfo
Unterrichtsideen
Diese Seite enthält Unterrichtsideen, die du ausprobieren oder hier diskutieren kannst.
Die Epochen des Industriezeitalters: von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution [1]
Der Deutsche Zollverein zum Zeitpunkt der Gründung (blau), mit Gebietserweiterungen bis 1866 (grün) sowie nach 1866 (gelb).
Mechanische Werkstätten von Friedrich Harkort in den Ruinen der Burg Wetter

Die Industrielle Revolution im 19. Jahrhundert veränderte innerhalb weniger Jahrzehnte die Lebenswelt der Menschen in Europa, vor allem in England, Frankreich und Deutschland. Das Industriezeitalter beginnt. In diese bis in die Gegenwart reichende Ära fällt die Entstehung der Arbeiterbewegung und Gewerkschaften und auch der Beginn der Sozialgesetzgebung.

Thema im Geschichtsabitur


Nordrhein-Westfalen, 2011, 2012 und 2013: Das „lange“ 19. Jahrhundert

Inhaltsverzeichnis

Die Veränderungen durch die erste Industrielle Revolution

Vorindustrielle Zeit
(man bezeichnet diese Epoche auch als 1. Solare Zivilisation)[2]
Epoche der regenerativen Energiequellen:
Holz[3] [4], Holzkohle, Torf, Tierdung, Wind und Wasserkraft
Die Epochen des Industriezeitalters[5] [6] [7]
Erste industrielle Revolution
(ab ca. 1750)
Epoche der Kohle; Erfindung der Dampfmaschine (1712 von Th. Newcomen; Optimierung durch J. Watt 1769);
Trennung von Produktions- und Wohnstätte[8] (erfordert "Mobilität" der Arbeitnehmer!)
Zweite industrielle Revolution
(um ca. 1900)
→ Industrielle Revolution als politische Frage
(Zeit-Tafel: Das Industriezeitalter)
Dritte industrielle Revolution
(ab ca. 1975)
→ Industrielle Revolution als politische Frage
(Zeit-Tafel: Das Industriezeitalter)

Schaubild

Bei der folgenden tabellarischen Übersicht wird jeweils differenziert zwischen den beiden Bedeutungsebenen (Prozessbegriff versus Epochenbegriff).

Zeit Terminus technicus Charakteristika / Details  
ab ca. 1750 Erste Industrielle Revolution  
  maßgebl. Erfindungen DampfmaschineW-Logo.gif; SpinnmaschineW-Logo.gif; mechan. Webstuhl; Dampflokomotive; EisenbahnW-Logo.gif  
(Ebene 1) Prozessbegriff:
Technischer Wandel
Industrialisierung (Schlüsselindustrien: Textil, Kohle, Stahl) (die Anfänge der Massenproduktion)  
    Mechanisierung (menschliche Muskel- wird durch Maschinenkraft ersetzt)  
(Ebene 2) Epochenbegriff:
Gesellschaftswandel
Übergang von der AgrargesellschaftW-Logo.gif zur IndustriegesellschaftW-Logo.gif  
  plakativ: Gesellschaftsumbruch vom Ackerbau zum Autobau  
    Entstehung einer industriellen Arbeiterschaft,

Arbeitsmigration (UrbanisierungW-Logo.gif: rasch wachsende Industriestädte)

 
  Soziale Frage

im 19. Jahrhundert

Das Kernproblem:

Verelendung + totale Existenzunsicherheit der Arbeiter
(Massenarbeitslosigkeit, Hungerlöhne etc. pp.)

 
    Unternehmer Staat Kirchen Gesellschaft  
  gesellschaftliche bzw. politische Reaktionen


ggf.:
Lösungsversuche

beklagen unerbittlichen Konkurrenzdruck

vereinzelt:
betriebliche Sozialpolitik
(z. B.: Arbeiterwohnungen:
Krupp-Siedlungen)

Robert OwenW-Logo.gif
Ernst AbbeW-Logo.gif
C.F. von StummW-Logo.gif

Um die Massenarbeitslosigkeit einzudämmen, wird die Auswanderung von staatlicher Seite gefördert.
Drei Reform-Zweige[9]
  1. Schutz-Zölle
  2. Steuerreform
  3. Aufbau eines
    Sozialstaates:
Katholische Kirche
Papst Leo XIII.:
Sozial-Enzyklika Rerum NovarumW-Logo.gif
Evangelische Kirche
Johann Hinrich WichernW-Logo.gif,
Friedrich von BodelschwinghW-Logo.gif
Arbeiterbewegung
Ferdinand LassalleW-Logo.gif, August BebelW-Logo.gif, Wilhelm LiebknechtW-Logo.gif etc.
Sozialismus

Friedrich Engels

Wissenschaft
KathedersozialistenW-Logo.gif
 
 

Industrielle Revolution

Maehnrot.jpg
Merke:
Definition (Epochenbegriff): Als (erste) Industrielle Revolution
bezeichnet man den Gesellschaftsumbruch von der Agrar- zur Industriegesellschaft.
(plakativ: Gesellschaftswandel vom Ackerbau zum Autobau)

Die vorindustrielle Agrargesellschaft

→ Datei:Bruno_Huhnt_Gliederung_Soziale_Frage_didaktischer_Entwurf.jpg

Wandlungen während des Industrialisierungsprozesses

Zeche Mittelfeld, Ilmenau (Zeichnung um 1860)
→ Datei:Bruno_Huhnt_Gliederung_Soziale_Frage_didaktischer_Entwurf.jpg
Was wurde durch die Industrialisierung verändert?
Die stichwortartige Gegenüberstellung verdeutlich vor allen die veränderten Arbeitsverhältnisse (Nr. 1 bis Nr. 5)
  vorher später
1 Handarbeit Maschinenarbeit
2 Einzelproduktion für den bekannten Auftraggeber Massenproduktion für den Markt
3 Einheit von Familie und Beruf Trennung von Familie und Beruf,
"Freizeitfamilie"
4 Haus, Handwerksstube, Feld Fabrik (Produktionsstätte)
5 Geräte und Hilfsmittel im Eigentum Maschinen (Produktionsmittel), die dem Unternehmer gehören
6 Bauern und Handwerker (75 %) Arbeiter, Arbeitnehmer (75 %)
7 Einkommen Lohn (Lohnarbeit per DienstvertragW-Logo.gif)
8 Dorf und Kleinstadt Großstadt und Industrierevier
9 Stände Klassen
Quelle: Bruno Huhnt, a. a. O., Seite 41


Phasen

  1. Frühindustrialisierung: Die erste Phase der Industrialisierung (1835 - 1849)
  2. Die zweite Phase der Industrialisierung in Deutschland (1850 - 1870)

(vgl. Dieter Griesshaber (Geschichts- und Kulturverein Köngen e.V.): Industrielle Revolution)

Aspekte

Der Eisenbahnbau als Ausdruck der industriellen Revolution (hier die Bonn-Cölner Eisenbahn um 1844)
Lokomotivfabrik von August Borsig (um 1847)


Entwicklung der Eisenbahn

Die Entwicklung des Eisenbahnetzes in Deutschland zeigt sehr anschaulich die folgenden animierte Karte, die auf den Seiten der IEG zu finden ist: Eisenbahnen in Deutschland 1835-1885.

UrbanisierungW-Logo.gif: hygienische Verhältnisse / ökologische Folgen
Vor mehr als einem Jahrhundert stank es in Berlin zum Himmel. Die Kloake schwamm zusammen mit dem Regenwasser durch die Rinnsteine der Stadt und sorgte neben dem üblen Gestank für katastrophale hygienische Verhältnisse. Erst der Einsatz von Hygieneexperten wie des Berliner Arztes Rudolf Virchow oder des Architekten James Hobrecht sorgte für die Einführung eines Abwassersystems, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu einer wesentlichen Verbesserung der hygienischen Umstände führte und die Sterbe- und Krankheitsrate senkte. [...]


[...] Es wird stets von Seiten der Sozialdemokraten, wenn sie uns die Ideale ihrer Zukunft schildern wollen, ein Schleier vor die Sache gezogen. [...] Nun hat die Sache allerdings auch ihre Kehrseite. Denn, wie ich schon sagte: keine Arbeit ohne Genuß, aber auch kein Genuß ohne Arbeit. Arbeiten muß jeder, auch derjenige, der sonst seiner früheren Stellung nach daran nicht gewöhnt ist. [...] Z. B. muß ein Gelehrter Vormittags die menschlichen Fäkalstoffe auf das Feld führen und Nachmittags studirt er den Aristoteles. Das sind keine Hirngespinste, sondern das steht so gut wie wörtlich in dem Buche. [...]


Aus: Rede des Staatsministers von Puttkamer in der Sitzung des Deutschen Reichstags am 20. März 1884

Bevölkerungszuwachs
[...] Die Industrialisierung wurde im 19. Jahrhndert vom größten Bevölkerungszuwachs in der deutschen Geschichte begleitet, der zu Recht manchmal auch als „demografische Revolution“ [...] bezeichnet wird. Die Zahl der Einwohner auf dem Gebiet des Deutschen Reiches nahm zwischen 1816 und 1850 von 24,8 Millionen auf 35,5 Millionen um mehr als 40 % zu und schnellte dann nochmals auf knapp 65 Millionen im Jahr 1910 in die Höhe [...]. Die Bevölkerung nahm dramatisch zu, obwohl Deutschland seit dem frühen 19. Jahrhundert bis in die 1890er Jahre mehrere Auswanderungswellen erlebte [...].

* Rainer Geissler: Die Sozialstruktur Deutschlands, Vs Verlag, 2008, Seite 32 f.

Industrialisierung im Ruhrgebiet

Barmen um 1870 vom Ehrenberg aus gesehen, Gemälde von August von Wille
Zeche Sterkrade, Foto, ca. 1910–1913

Bilder zur Industrialisierung im Ruhrgebiet

Soziale Frage

→ Datei:Bruno_Huhnt_Gliederung_Soziale_Frage_didaktischer_Entwurf.jpg
Zum Begriff
  •  : Die Soziale Frage (synonym: die Arbeiterfrage) - unspezifer Epochenbegriff (nebst Kriterien bzw. Systematik zu dessen genauerer Spezifikation):
[...] Ein soziales Problem entsteht erst dadurch, daß die thatsächlichen Zustände der Gesellschaft in Widerspruch geraten mit einem Gesellschaftsideal, mit einem Zustand, wie er nach der idealen und sittlichen Anschauung sein sollte, und daß man allgemein zu der Überzeugung gelangt ist, daß Staat und Gesellschaft die Möglichkeit und die Pflicht haben, diesen Widerspruch zwischen Ideal und Wirklichkeit, zwischen dem, was sein sollte, und dem, was ist, zu heben. Soziale Probleme können deshalb doppelten Ursprungs sein. Sie können einerseits entstehen dadurch, daß die thatsächlichen Zustände sich gegen früher verschlechtert haben. Sie können aber auch anderseits entstehen, ohne daß eine solche Verschlechterung eingetreten, lediglich dadurch, daß ein Volk sich höhere Gesellschaftsideale stellt als früher. [...]

* Meyers Konversationslexikon, Vierte Auflage, 1885-1892, 1. Band: Arbeiterfrage (Seite 750)]

Kinderarbeit

Arbeiterbewegung

→ Arbeitsrecht#Unterrichtsmaterial → Die Anfänge des Arbeitsrechts
→ Armut_und_Reichtum#Existenzminimum → das Existenzminimum aus ökonomischer Sicht
[...] 2. Das eherne ökonomische Gesetz, welches unter den heutigen Verhältnissen, unter der Herrschaft von Angebot und Nachfrage nach Arbeit, den Arbeitslohn bestimmt, ist dieses: daß der durchschnittliche Arbeitslohn immer auf den notwendigen Lebensunterhalt reduziert bleibt, der in einem Volke gewohnheitsgemäß zur Fristung der Existenz und zur Fortpflanzung erforderlich ist. Dies ist der Punkt, um welchen der wirkliche Tageslohn in Pendelschwingungen jederzeit herum gravitiert, ohne sich jemals lange weder über denselben erheben, noch unter denselben hinunterfallen zu können. Er kann sich nicht dauernd über diesen Durchschnitt erheben — denn sonst entstände durch die leichtere, bessere Lage der Arbeiter eine Vermehrung der Arbeiterehen und der Arbeiterfortpflanzung, eine Vermehrung der Arbeiterbevölkerung und somit des Angebots von Händen, welche den Arbeitslohn wieder auf und unter seinen früheren Stand herabdrücken würde. [...]

  • Ferdinand Lassalle: Offenes Antwortschreiben. An das Zentralkommitee zur Berufung eines Allgemeinen Deutschen Arbeiterkongresses zu Leipzig, 1. März 1863.

Kirchen

Katholische Kirche

  • Kolpingwerk Deutschland gGmbH:
  1. Kolping und die soziale Frage
  2. Zur Arbeiterfrage - Kolpingtext
    Aus Band 5 der Kolpingschriften stammt der Text "der unvollendete Text" zur Arbeiterfrage, eine grundsätzliche Auseinandersetzung Kolpings mit wichtigen Aspekten der sozialen Frage seiner Zeit und zugleich der letzte grundsätzliche Beitrag aus der Feder Adolph Kolpings.

Evangelische Kirche

...

Wissenschaft (KathedersozialismusW-Logo.gif)

Es gibt Zeiten, in denen die wirtschaftlichen Verhältnisse die Lebensbedingungen der Menschen in besonderer Weise belasten. Gegenwärtig lautet die von Seiten der Sozialwissenschaften aufgeworfene Frage angesichts der krisenhaften wirtschaftlichen Situation, über welche Möglichkeiten der Staat verfügt (und welche Konzepte er entwickeln sollte) um gesellschaftliche Grundprinzipien wie ‚Gerechtigkeit, Verantwortung und Sicherheit‘ auch in Zukunft noch gewährleisten zu können.
→ Soziale Frage#Literatur

Unterricht

E-Learning-Angebote

Medien / Ausstellungen / Gedenkstätten

→ Soziale_Frage_als_politische_Frage#Medien / Ausstellungen / Gedenkstätten
  1. Die Not der Weber
    Kindheit in Wuppertal Mitte des 19. Jahrhunderts: Der junge Hermann Enters muss seinem Vater tagein, tagaus bei der BandwebereiW-Logo.gif helfen. Doch gegen die neue Industrieware kann der Heimwirker nicht bestehen. Einer der Fabrikbesitzer ist Friedrich Engels (senior)W-Logo.gif <der Vater von Friedrich EngelsW-Logo.gif>. Er wird, auch mit Hilfe von Kinderarbeit, reich.
  2. Das Reich des Stahlbarons
    Kein deutscher Unternehmer des 19. Jahrhunderts ist so umstritten wie der saarländische Stahlbaron Karl Ferdinand StummW-Logo.gif. Er führt sein Werk mit eisernem Regiment. Wer sich ihm widersetzt, wird hart bestraft. Wie der Arbeiter Johann Groß, der es wagt, ohne Stumms Erlaubnis zu heiraten.

Energiewirtschaft

Früher traten im Bergischen Land die Flüsse Agger, Wupper und Dhünn immer wieder über die Ufer. Die Folge: großer wirtschaftlicher Schaden für die Betriebe in den Flusstälern. Im Sommer dagegen fehlte es an Brauchwasser für die boomende Textil- und Metallindustrie. Und an Trinkwasser für die Bevölkerung zwischen Remscheid, Wuppertal und Gummersbach. TalsperrenW-Logo.gif versprachen die Lösung der Probleme. Zwölf davon wurden während der vergangenen hundert Jahre hier gebaut. Sie veränderten das Bergische Land nachhaltig. [...]

Didaktik / Methodik

  • Bruno Huhnt: Industrielle Revolution und Industriezeitalter
Ein didaktischer Entwurf (Hrgb.: Niedersächsischen Landeszentrale für Politische Bildung, Hannover, 1966)
Gliederung bzw. Inhaltsverzeichnis:
→ Datei:Bruno_Huhnt_Gliederung_Soziale_Frage_didaktischer_Entwurf.jpg

Erste Industrielle Revolution

Soziale Frage im 19. Jahrhundert

Kompakte (wenngleich noch nicht vollständige) - sehr gut verständliche - Übersicht.

Lernvideo zur sozialen Frage

Segu.png-Lernvideo über den Wandel der Wohnverhältnisse während der Industrialisierung und zur sozialen Frage sowie passende Arbeitsaufträge hierzu


Materialien

HINWEIS: In der o. a. Vorlesung wird der Terminus "Industrialisierung" als - epochenübergreifender - Prozessbegriff verwendet; für diesen epochenübergreifenden Prozessbegriff "Industrialisierung" werden 3 bzw. 5 Phasen definiert. - Bemerkenswert ist die Verwendung des Unworts des Jahres 2004 ("Humankapital")W-Logo.gif - (bspw. Seite 5 von 16:) "Erhöhung des Humankapitals".
Vgl. demgegenüber:
→ Industrielle Revolution als politische Frage → Abgrenzung Epochenbegriff vs. Prozessbegriff
→ Soziale Frage als politische Frage#Wirtschaft → Lebensstandard vs. globale CO2-Emission
Stift.gif   Aufgabe

Betrachte bitte - aufmerksam - die nachstehend verlinkten Grafiken:

Untersuche bitte - unter den dort genannten Aspekten - ob bei der folgenden Textpassage die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse (insbesondere den Klimawandel betreffend) in angemessener Weise berücksichtigt wurden (Stichwort: Zukunftskompetenz).

[...] Mit "erfolgreicher" Industrialisierung meint Buchheim (1994)*) den Prozess der Entstehung einer Industriegesellschaft, die u.a. durch die Anhebung eines allgemeinen Lebensstandards gekennzeichnet ist. [...]


*) Christoph Buchheim: Industrielle Revolutionen. Langfristige Wirtschaftsentwicklung in Großbritannien, Europa und in Übersee. München 1994



  1. Trag oberhalb dieser Zeitache bitte die Dir bekannten Epochenbegriffe ein.
  2. Ordne unterhalb dieser Zeitachse bitte die folgenden "Phasen" ein:
    epochenübergreifender Prozessbegriff "Industrialisierung": 3 bzw. 5 Phasen
  3. Ordne anschließend (eine Ebene darunter) bitte die Kondratjew-ZyklenW-Logo.gif ein:
    Kondratjew-Zyklen
  4. Untersuche bitte am Beispiel des Begriffs "De-Industrialisierung" (Phase 5), ob das Klassifikationssystem (vgl. hierzu: Sprache) im Allgemeinen sowie dieser Begriff im Besonderen die Lebenswirklichkeit zutreffend beschreibt (vgl. hierzu: Zukunftskompetenz#Politik_und_Sozialwissenschaften → "Die Eine Welt"). Mit anderen Worten: findet der "De-Industrialisierungsprozess" in ALLEN Nationen des Globus gleichermaßen statt? Sind alle Wirtschaftssektoren (vgl.:#Grundwissen) gleichermaßen betroffen? Wird der "De-Industrialisierungsprozess" in der Literatur als "Fortschritt" oder als "Rückschritt" bewertet.
    (Welchem KulturkreisW-Logo.gif und welchem WissenschaftsbereichW-Logo.gif sind die Autoren der hier in Rede stehenden Publikationen zuzuordnen?)
  5. Schau Dir bitte die Prognosen (Projektionen) des IPCC an:
    1. Klimawandel#Weltklimabericht_2007
    2. Diskussion:Klimawandel#Grundannahmen für die SRES-Szenariofamilien
    Bitte positioniere Dich.
  6. Bitte informiere Dich über die Auswirkungen unserer Lebensweise (Lebensstandard) hinsichtlich der biologischen Ressourcen:
  7. Bzgl. der Landwirtschaft eines industrialisierten Landes lautet das Resultat einer Diplomarbeit, dass dieser Sektor "nicht als Netto-Energielieferant betrachtet werden kann." (vgl. Energie#Energieflüsse im Landwirtschaftssektor).
    Kann bzw. darf die Industrialisierung unter dem o. a. Aspekt als "erfolgreich" bezeichnet werden? Bitte positioniere Dich.


Bundeszentrale für politische Bildung

Schulbuchverlage

Ausgesprochen übersichtlich gestaltete Material-Seite (Arbeitsblätter).

Digitale Schule Bayern

Grafiken (kompetenzorientierte Didaktik)

Naturwissenschaften in Kita und Grundschule


Grafische Darstellung der Entwicklung (Zeitraum 1750 bis heute)
Bevölkerungsexplosion
(Demographische Entwicklung)
  1. Grafik (en:wikipedia)
  2. Grafik (de:wikipedia)
... ...
BIP pro Kopf (Industrie-Nationen) Grafik: Abb. 1 + 2, Seite 4 von 85; PDF-Datei)
CO2-Emission
Fossile Brennstoffe - globale CO2-Produktion seit 1860.jpg

Prüfungsaufgaben

→ Zukunftskompetenz#Prüfungsaufgaben
→ Zukunftskompetenz#Leistungsfach Geschichte → Abiturprüfung 2000 + Abiturprüfung 2002

Grundwissen

Crystal 128 forward.png
Grundwissen

Die folgenden Begriffe werden in der Prüfung als bekannt vorausgesetzt.

Wortschatz (sozioökonomische Veränderungen)
(ökonomische Veränderungen)
  1. Primärer Sektor → Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei
  2. Sekundärer Sektor → Industrieller Sektor
  3. Tertiärer Sektor → Dienstleistungsbereich
  4. Quartärer Sektor → Informationstechnologie (IT-Sektor)
  5. ...
(soziale Veränderungen)
(vgl. bspw.: http://www.bpb.de/themen/WZDR7I,0,Gesundheitspolitik_Lernobjekt.html?guid=AAB119&lt=AAB383 )

Einzelnachweise

  1. BMU-Broschüre: Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert (Seite 14 von 148 der PDF-Datei), Tabelle "Von der Ersten zur Dritten Industriellen Revolution"
  2. Vgl.: Rolf Schwarze (FH Bielefeld): Vorlesungsskript (März 2005) "Regenerative Energien und Klimaschutz" (Seite 11 von 42 der PDF-Datei), Abb.: Fossiles/nukleares Energiezeitalter zwischen 1. und 2. solarer Zivilisation
  3. Vgl. dazu Matthias Rekow: Die Entstehung der industriellen Welt - die Geschichte einer Energiekrise?
  4. Vgl. hierzu E. Specht (Uni Magdeburg): Verbrennungstechnik (WS 07/08) "Brennstoff Holz" (Seite 9 f. von 14 der PDF-Datei)
  5. öbv Österreichischer Bundesverlag: Das Industriezeitalter (Seite 3 von 4 der PDF-Datei)
  6. In Anlehnung an Ch. Franke (03/06): Skript zur Vorlesung "Rationeller Energieeinsatz" (Seite 14 von 96 der PDF-Datei), Kapitel 1.2 Weltenergieversorgung
  7. Jens Ivo Engels: Umweltgeschichte als Zeitgeschichte (Aus Politik und Zeitgeschichte Nr. 13 / 27.03.2006)
  8. Zentrale für Unterrichtsmedien (ZUM Internet e.V.): Industrielle Revolution und Soziale Frage (Wiederholungsthesen), Seite 1 von 3 der PDF-Datei
  9. Vgl. Otto von Bismarcks Rede im Deutschen Reichstag am 20. März 1884;
    (auch abrufbar bei der Staatsbibliothek zu Berlin: online)


Materialien

Linkliste

  1. Prodution und Arbeit I
    Arbeitshilfen für die Seminar-Teilnehmer: Vorlesungstexte + Folien + Readertexte + Bilddokumentationen; zum Beispiel:
  2. Prodution und Arbeit II
    Materialien zum Thema "Gewerkschaften" / Von der Industrie- zur Tätigkeitsgesellschaft / Zukunft der Arbeits- Wissens- und Zivilgesellschaft
eine kurze, prägnante Darstellung mit passenden zeitgenössischen Bildern
"Unter welchen Bedingungen junge Menschen in der Zeit der Industrialisierung arbeiten mussten, bewegt auch heute noch die Jugendlichen, deren Eintritt ins Berufsleben absehbar ist. Die soziale Frage wird in diesem WebQuest daher schwerpunktmäßig anhand des Arbeitsrechts behandelt."
"In dieser Unterrichtsreihe sollen die Schülerinnen und Schüler zum Thema "Die Soziale Frage in der Zeit der Industrialisierung" ein WebQuest bearbeiten. Das WebQuest ist ausgelegt für sechs Gruppen mit unterschiedlichen Arbeitsaufträgen. Bezüge zur Gegenwart der Hauptschülerinnen und Hauptschüler im Hinblick auf die Berufsvorbereitung werden bei jedem Arbeitsauftrag berücksichtigt."

Siehe auch

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