Erster Weltkrieg

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Thema im Geschichtsabitur


Nordrhein-Westfalen, 2014, 2015 und 2016
Kurzinfo

Unterrichtsideen
Diese Seite enthält Unterrichtsideen, die du ausprobieren oder hier diskutieren kannst.

Inhaltsverzeichnis

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Das folgende Kreuzworträtsel eignet sich gut als Einstieg in eine Unterrichtseinheit über den Ersten Weltkrieg, kann aber auch gut im Rahmen einer Wiederholung eingesetzt werden.


Zeitleiste

CompiègneOktoberrevolutionUSAFebruarrevolution 1917RumänienBulgarienWarschauItalienRMS LusitaniaFranz Ferdinand von Österreich-EsteSchlacht um VerdunSchlacht von GallipoliMarneschlachtSchlacht bei Tannenberg (1914)Schlacht an der Somme

Kriegsursachen und Kriegsausbruch

Chronologie
  • 28. Juni: Attentat von Sarajevo auf Thronfolger Franz Ferdinand
  • 5./6. Juli: „Mission Hoyos“ und der deutsche „Blankoscheck
  • 20. bis 23. Juli: Besuch der französischen Regierung in St. Petersburg
  • 23. Juli: Österreichisches Ultimatum an Serbien
  • 25. Juli: Vorbehalte Serbiens gegen Teile des Ultimatums
  • 25. Juli: Österreichische Teilmobilmachung
  • 27. Juli: Russische Teilmobilmachung
  • 28. Juli: Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien
  • 30. Juli: Russische Generalmobilmachung
  • 31. Juli: Österreichische Generalmobilmachung
  • 31. Juli: Deutsches Ultimatum an Russland, seine Mobilmachung einzustellen
  • 31. Juli: Deutsches Ultimatum an Frankreich, sich neutral zu erklären
  • 1. August: Generalmobilmachung und Kriegserklärung Deutschlands an Russland
  • 3. August: Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich
  • 3. August: Einmarsch deutscher Truppen in Belgien
  • 4. August: Kriegserklärung Großbritanniens an Deutschland
Die offizielle Bündnissituation in der Julikrise

Anlass für den Ausbruch des 1. Weltkrieges war das Attentat von Sarajewo am 28. Juni 1914, bei dem der Thronfolger Österreich-Ungarns, Erzherzog Franz Ferdinand, und seine Gemahlin ermordet wurden. Dies führte zur so genannten Julikrise, die in ihrem Verlauf den Ersten Weltkrieg auslöste.

Die Ursachen des 1. Weltkrieges liegen jedoch weiter zurück. So gab es schon weit vor 1914 viele Kriege und Krisen auf dem Balkan, - eine Folge des Imperialismus und der Kolonialpolitik.

In der Krieg-in-Sicht-KriseW-Logo.gif 1875 schien kurzfristig ein Präventivkrieg Deutschlands gegen Frankreich möglich, doch dann erklärte Bismarck Deutschland als saturiert und begann seine auf Geheimdiplomatie beruhende Bündnispolitik.

Die Lage auf dem Balkan war kritisch, zwar konnte in der Orientkrise 1875-78 durch den Berliner Kongress ein Weltkrieg verhindert werden. Doch es gelang nicht, einen Interessenausgleich zwischen den Balkanländern zu erreichen. Die Besetzung Bosnien-Herzegowinas durch Österreich führte 1908 zur Bosnischen Krise, wo Deutschland ein kriegsbereites Österreich zurückhalten musste. In den Marokkokrisen von 1905 und 1911 trumpfte wiederum Deutschland zu sehr auf, und in der Balkankrise 1912/13 zeigte sich die weitere Instabilität des Balkangebiets. Außerdem gab Wilhelm II. das Bündnissystem Bismarcks auf. Das machte Bündnisse zwischen England, Frankreich und Russland möglich und führte zu einer Isolation Deutschlands und Österreich-Ungarns.

So kam es auf beiden Seiten zu verstärkten Rüstungsanstrengungen (deutsche Flottenpolitik), was letztlich zum Kriege führen sollte.


Linkliste

Der Erste Weltkrieg als „moderner“ Krieg

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Neue Waffe: englischer Tank „Mark I“ im Einsatz in der Schlacht an der Somme
Deutscher Fernmeldesoldat, 1914
Nuvola Stift.png   Aufgabe

Der Erste Weltkrieg wird oft als moderner Krieg bezeichnet. Diese Bezeichnung bezieht sich insbesondere auf die damals verwendeten Kampfmittel und Technologien.

  1. Welche neuen Kampfmittel und Technologien gibt es heute im 21. Jahrhundert gegenüber der Zeit des Ersten Weltkrieges und des Zweiten Weltkrieges?
  2. Welche Auswirkungen kann dies auf die Kriegsführung und die Folgen eines Krieges haben?
  3. Welche Kampfmittel und Technologien waren am Anfang des 20. Jahrhunderts im Ersten Weltkrieg neu gegenüber z.B. noch der Zeit des deutsch-französischen Krieges von 1870/71?
  4. Welche Auswirkungen hatte dies auf die Kriegsführung und auf die Folgen des Ersten Weltkrieges?

Die ersten zwei Fragen können sicherlich durch eine Gedankensammlung im Sinne des Think - Pair - Share beantwortet werden, mit einer gemeinsamen Sicherung z.B. in Form einer Mindmap.

Am Ende einer Unterrichtseinheit zum Ersten Weltkrieg kann dies Verfahren auch für die zweit folgenden Fragestellungen genutzt werden. - Am Anfang einer Unterrichtseinheit empfiehlt sich zum Einstieg eine (eventuell arbeitsteilige) Recherche mit Hilfe des Lehrbuchs sowie z.B. den folgenden Internetseiten:

Nutze, wenn die Zeit es zulässt, auch den folgenden Film als Informationsquelle:

Themenabend "Der erste Weltkrieg": 1914 - 1918: Der moderne Krieg (Arte, 30. Juli 2004, 22.15 Uhr)

Epochenjahr 1917

Das Jahr 1917 kann insofern als Epochenjahr bezeichnet werden, als zumindest zwei Ereignisse prägend für eine nachfolgende, grundsätzlich veränderte Entwicklung (eine neue Epoche der Geschichte) geworden sind:

Material
"Die welthistorische Bedeutung des Ersten Weltkriegs für die Geschichte des 20. Jahrhunderts macht das Jahr 1917 mit seinen Kriegsereignissen und der russischen Revolution zu einem Epochenjahr der Weltgeschichte."
kurze, einprägsame Übersicht
Linkliste

Kriegsende und politischer Umbruch in Deutschland

...

Novemberrevolution 1918

Friedensverträge

Einzelne Ereignisse

Weihnachtsfrieden 1914

"Sie sangen Weihnachtslieder, spielten zwischen den Schützengräben Fußball: An Heiligabend 1914 verbrüderten sich deutsche, britische und französische Soldaten für wenige Stunden. Kurz darauf schossen sie wieder aufeinander. Dennoch hat die Feuerpause bis heute Symbolkraft."
"Von wegen Weihnachtsfrieden: Als sich Heiligabend 1914 britische, französische und deutsche Truppen an der Westfront für ein paar Stunden verbrüderten, verweigerte sich ein schottisches Bataillon. Ein Buchautor hat nun den Grund aufgedeckt."

Mythos von Langemarck

Bei der belgischen Stadt Ypern entbrannte die erste von insgesamt drei Flandernschlachten im I. Weltkrieg, die Ende November mit dem Erstarren der Front endete. Hierbei trafen hastig zusammengestellte und unerfahrene deutsche Reservistenverbände, die teilweise aus Studenten bestanden und die ohne Artillerieunterstützung auskommen mussten, auf gut ausgerüstete britische Verbände. Die Verluste waren riesig. Um die Niederlage zu verherrlichen, verbreiteten die deutschen Heerführer, dass die jungen Soldaten tapfer und mit dem Deutschandlied auf den Lippen in die "Schlacht bei Langemarck" gezogen wären. Dieser "Langemarck-Mythos" wurde gegen Ende der 20er Jahre auch von den Nationalsozialisten in ihrer Propaganda aufgegriffen. Die NSDAP versuchte hiermit, die gebildete Jugend für sich zu gewinnen und für ihre Politik zu missbrauchen.

  • Geschichtspfad.de - Wiki, das sich u.a. mit dem Mythos von Langemarck beschäftigt.

Geschichten am Rande

"Zehntausende Menschen, verborgen in Stollen und Gängen: Im Ersten Weltkrieg errichteten Arbeiter unter dem belgischen Ypern ein gigantisches Höhlensystem mit Schutzräumen, Küchen, Kliniken. 90 Jahre danach haben Forscher die Stadt unter der Stadt wieder entdeckt - sie ist erstaunlich gut erhalten."
"Wenn ein Teilnehmer des Ersten Weltkriegs stirbt, ist es den Medien in Frankreich, England, USA immer eine Story wert. Jetzt ist der letzte Deutsche, der den Krieg von 1914 bis 1918 als Soldat erlebte, im Alter von 107 Jahren gestorben - und um ein Haar hätte die deutsche Öffentlichkeit von dem Ende einer Epoche nie erfahren."

Literarischer Niederschlag des Kriegserlebnisses

Literatur

Quellen
Die Briefe der Gefallenen des Ersten Weltkriegs sind inzwischen gemeinfrei.

Materialien

Linkliste

Karikaturen

Siehe auch