Banner-EduCamp-Hattingen-2014.png

Geschichte 12-1

aus ZUM-Wiki, dem Wiki für Lehr- und Lerninhalte auf ZUM.de
Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

Verbindliche Unterrichtsinhalte/Aufgaben:

1. Politische Revolutionen in Europa und ihre Folgen (GK)

Die Französische Revolution:

Die Krise des Ancien Régime, die Radikalisierung der Revolution und der Weg zur Militärregierung Napoleons

Modernisierungsprozesse in den von Napoleon besetzten Ländern; Judenemanzipation;

Nationalbewusstsein und Nationalstaatsbewegung in Deutschland und Europa; der Wiener Kongress; Restauration und Vormärz; Demokratiebewegung und Revolution 1848; Emigration im 19. Jahrhundert; die Gründung des Deutschen Reiches; Grundlinien und regulative Prinzipien der Innen- und Außenpolitik Bismarcks

Vorbereitung Zentralabitur Hessen, nach Stichpunkten abgearbeitet und zusammengefasst, teilweise Internet (Wikipedia und andere Suchseiten), größten Teils jedoch aus Büchern, in eigenen Wörtern wieder gegeben - Fischer Abiturwissen Geschichte - Geschichtsbuch Oberstufe Band I Cornelsen - Geschichtsbuch Oberstufe Band II Cornelsen - Wir Deutschen, ZDF Dokureihe (Film)

1. Politische Revolutionen in Europa und ihre Folgen

Französische Revolution

Politik und Staatsführung waren im 18. Jahrhundert geprägt vom Absolutismus. In fast allen europäischen Staaten herrschte das ständische System. Bauern mussten für ihr Nutzungsrecht des Bodens Abgaben bezahlen. Im Jahr 1800 bestanden 60 % der Bevölkerung aus Bauern, Tagelöhner und Saisonarbeitern. Es bahnte sich ein Konflikt an. In der Mitte des 18. Jahrhunderts gab es immer wieder Aufstände und Unruhen.

Im Ancien Regime hatte der König die alleinige Herrschaft, die reichen Bürger wollten nun Mitwirkung in der Regierung, die Geistlichen mit dem Adel wollten mehr Privilegien und Macht (? F44:Sie wollten Mitwirkungsrechte wie vor dem Absolutismus und sahen in den Generalständen eine Möglichkeit dafür) und die Bauern wollten dazu bessere Lebensqualität. Dies alles waren erste Ansätze Revolution. Das städtische Bürgertum lebte vor allem von Handel und Gewerbe. Die Französische Revolution verhalf der Aufklärung zum Durchbruch und verbreitete nationale Begeisterung. Die monarchisch-absolutistische Staatsordnung wurde ersetzt durch die Volkssouveränität. Der Gleichheits- und Freiheitsgedanke verschaffte sich Gehör. Die Pariser Nationalversammlung beseitigte alle Vorrechte der Adligen und verkündete 1791 eine neue Verfassung. (konstitutionelle Monarchie) Um von innenpolitischen Problemen (Versorgungsschwierigkeiten, die Revolution hatte den Armen nicht so viel Besserung ihrer materiellen Lage erbracht, wie erhofft) abzulenken, erklärte man 1792 Österreich den Krieg. Die radikalen Republikaner (Jakobiner) lehnten diesen Krieg ab. Anführer war Robespierre. Als Luwig XVI. fliehen wollte, wurde er gefangen genommen und hingerichtet. Die Französische Revolution schlug in eine Gewaltherrschaft. 1 Jahr lang herrschte eine SchreckensherrschaftW-Logo.gif. Danach hatten die Gemäßigten wieder die Macht. Neue Verfassung kam und sie begaben sich in Abhängigkeit von Napoleon. (Grobkorrektur bis hierher --Fontane44 12:34, 12. Mär 2007 (CET))

Der Weg zur Militärregierung von Napoleon: Napoleon stieg in Frankreich schnell zum General auf. 1799 stürzte er die französische Regierung und erklärte die Revolution für beendet. Er ernannte sich selbst zum 1. Konsul und erließ noch im selbem Jahr eine neue Verfassung. Er hatte alles so geregelt, dass er die Exekutive sowie die Judikative in seiner Hand hatte. Daneben aber griff er zu dem Mittel der Volksabstimmung, um sich demokratisch zu legitimieren zu lassen. (Bonapartismus)W-Logo.gif. 1802 ließ er sich das Konsulat auf Lebenszeit und 1804 das Kaisertum vom Volk bestätigen.

Der Code civil trat auch 1804 in Kraft. Er regelte als bürgerliches Gesetzbuch alle gesellschaftlichen Angelegenheiten und basierte auf den Grundrechten Religionsfreiheit, Gleichheit aller (nur der Männer) vor dem Gesetz, persönliche Freiheit und Recht auf Privateigentum. Direkte und indirekte Steuern wurden eingeführt, so bekam das Land eine solide und gerechte Finanzgrundlage.

Napoleon wollte mehr als nur die Macht im eigenen Land. Daher errichtete er in Holland, in der Schweiz und Mailand Tochterrepubliken. Im europäischen Staatensystem dominierten um 1800 5 Großmächte. England, Frankreich, Russland, Österreich und Preußen PentarchieW-Logo.gif. Alle waren stets bedacht, das Mächtegleichgewicht zu halten. Kleinere Fürsten drohten unter Krieg (?? f44) und Einfluss einzubüßen. So verschwand auch Polen, als es in 3 Teile (schon bis 1795) aufgeteilt wurde und sich Russland, Preußen und Österreich ergab (???). (Napoleon stellte es als Großherzogtum Warschau teilweise wieder her. Als Kongresspolen fiel es unter russische Herrschaft.) Das Deutsche Reich bestand aus vielen politischen Gebilden. An der Spitze stand (bis 1806) der Kaiser. Dieser war bei Entscheidungen von den drei Reichsständen abhängig. In den Friedensschlüssen von Basel (1795) Campoformio (1798) und Luneville (1802) mussten Preußen und Österreich auf ihre linksrheinischen Reichsteile zugunsten Frankreichs verzichten. Weltliche Fürsten sollten mit rechtsrheinischen Gebieten entschädigt werden. Dies war jedoch ein Verstoß gegen die Reichsverfassung. Eine Reichsdeputation (ein eigens eingesetzter Ausschuss des deutschen Reichstages) erarbeitete die Einzelheiten der Entschädigung auf der Grundlage eines napoleonisch-russischen Plans. Die Reichsdeputation legte ihre ersten Ergebnisse 1803 vor und machte damit erste Schritte zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Der ReichsdeputationshauptschlussW-Logo.gif sah eine Neuordnung des gesamten Reichsgebiets vor. Die Zahl der kleinerer Territorien wurden zugunsten von Preußen und den süddeutschen Mittelstaaten stark reduziert. Hoheits- und Eigentumsrechte der meisten geistlichen wurden dabei aufgehoben (Säkularisation) Die Vermögen vieler Kloster ging in das des Staates über. Insgesamt wurden 25 Hochstifte und 44 Reichsabteien enteignet.

Auflösung des Heiligen Römischen Reiches (altes Reich): Im Jahre 1803 holte Napoleon zum entscheidenden Schlag gegen England aus. Nach der Besetzung Hannovers, (dieses war verbunden mit dem englischen Königshaus) traten Russland, Schweden und auch Österreich auf die Seite des englischen Königs. Die drei süddeutschen Staaten und Spanien unterstützten dagegen den französischen Kaiser. England sicherte sich mit einem einzigen Sieg (Trafalgar 1805) die Seeherrschaft in Europa für das gesamte 19. Jahrhundert, somit wurde auch die Invasion auf England verhindert. Auf dem Festland siegte jedoch Napoleon. Österreich und Russland wurden in der Dreikaiserschlacht von Austerlitz (1805) vernichtend geschlagen. Preußen hatte sich neutral verhalten. Napoleon zerstöret endgültig das alte Reich und schloss mit den Monarchen von Bayern, Württemberg und Baden Verträge, die ihm Souveränität (?? F44) zusicherten. Diese ermöglichten auch Säkularisation in eigenen Territorien. Preußen schlug sich jetzt auf die Seite Frankreichs. Österreich war nun isoliert und musste sich ergeben und 1805 im Frieden von Pressburg demütigende Auflagen akzeptieren. Zum Jahreswechsel 05/06 stiegen Bayern und Württemberg zu Königreichen, Baden zum Großherzogtum auf. Napoleon schuf nun ein drittes Deutschland, was ein Gegengewicht gegen Österreich und Preußen bildete. Grundlage dafür war der RheinbundW-Logo.gif (Bündnis deutscher Klein- und Mittelstaaten). Im Sommer 1805 verließen 15 Deutsche Territorien das heilige römische Reich deutscher Staaten und unterschrieben die Rheinbundakte. Darunter waren die Fürsten von Bayern, Württemberg, Baden und der Mainzer Erzbischof als FürstprimasW-Logo.gif. Bis zum November traten 23 weitere Staaten dem Rheinbund bei. (Zum Beispiel Sachsen und das Königreich Westfalen. Alle Mitgliedsstaaten verpflichtenden sich , dem französischem Kaiser bei Kriegen auf dem Festland ihre Armee zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig die Kosten für Truppeneinquartierungen und Kontributionen (Sondersteuer für militärische Belange) zu zahlen. Der Rheinbund war definitiv das Ende des Alten Reiches. Nun verband sich erstmals Preußen mit Russland gegen Frankreich und wurde in einer vernichtenden Schlacht geschlagen. Napoleon marschierte Ende 1806 in Berlin ein und verkündete die Kontinentalsperre. Dem gesamten Herrschaftsgebiet von Napoleon wurde der Handel mit England untersagt. Diese führte zu einer verschlechterten Lebensqualität wie Arbeitslosigkeit in den Rheinbunden und brachte eine antifranzösische Stimmung. Dies leitete den Niedergang von Napoleon ein. Preußen verlor in Friedensverträgen den Status als europäische Macht.

2.Umbau nach Französischem Vorbild / Modernisierungsprozesse: Die Mitgliedsstaaten des Rheinbundes drängten auf Reformen und Wirtschaftsrechte wie in Frankreich, somit wurden die Deutschen Länder modernisiert. Der Code civil wurde teilweise übernommen, ständische Unterschiede beseitigt und Bauern standen alle Möglichkeiten offen. Ein einheitliches gerechtes Steuersystem wurde eingeführt, neben Rechten gab es aber auch neue Pflichten, zum Beispiel die Wehrpflicht, die Napoleon sehr oft in Anspruch nahm. Zollschranken fielen und die Gewerbefreiheit löste die Zünfte ab. Napoleon empfahl allen Staaten des Rheinbundes das Wirtschafts- und Verwaltungssystem von Frankreich. Preußen konzentrierte sich nun auf den Frieden, führte auch neue Reformen ein (durch von Stein und Hardenberg). Sie gingen die ersten Schritte in eine bürgerliche Gesellschaft, auch wenn sie weit von einer Demokratie entfernt waren. Auch sie führten eine begrenzte Gewerbefreiheit ein, und die Zünfte wurden abgeschafft. Im Jahr 1810 war Napoleon auf dem Höhepunkt seiner Macht. Alle Staaten des Festlandes standen bis auf Russland (erkannte aber Sperre gegen England an) und Teile des Osmanischen Reiches unter dem Einfluss von Napoleon. Jedoch regte sich massiver Widerstand, der von einem neuen Nationalbewusstsein begleitet wurde. Preußen, Österreich, Spanien und Tirol bauten Heere auf und erhoben sich gegen die französische Besatzung.

Judenemanzipation: Als Judenemanzipation bezeichnet man den Weg der Juden in die Mitte der Gesellschaft. 1781 wurde erstmals in Österreich die Kopfsteuer und die Judenhäuser aufgehoben. Sie bekamen auch Gewerbefreiheit. In der französischen Revolution wurde heftig diskutiert, ob man die Juden in die Menschenrechte einbeziehen solle, schließlich wurden sie 1791 einbezogen, mussten aber auf den Stand als Gemeinde (unklar F44) verzichten. Napoleon setzte diese Gleichsetzung in den Rheinbundstaaten durch, auch wenn er teils auf heftigen Widerstand stieß. (Grobkorrektur bis hierhin fortgesetzt --Fontane44 16:51, 12. Mär 2007 (CET))

3.Das Ende Napoleons - Wiener Kongress, Restauration und Vormärz: Napoleon begann einen Feldzug gegen Russland mit dem größten Heer aller Zeiten von 500 000 Mann, nur 200 000 (vgl. aber: RusslandfeldzugW-Logo.gif: 100 000) kamen in Moskau an. Diese Stadt war aufgrund des Rückzuges der Russen wie leergefegt und geriet in Brand. Napoleon besetzte 5 Wochen lang den Kreml und wartete auf eine bedingungslose Kapitulation, nachdem keine folgte, trat er den Heimweg an der mit einer bitteren Niederlage endete. Die Rückziehenden Truppen wurden andauernd auf dem Rückweg von den Russen überfallen, zusätzlich Plagte sie Hunger und Kälte. Darauf verbündeten sich 1813 Russland, Preußen, Schweden, England und Österreich gegen Frankreich. Die meisten Rheinbundstaaten schlossen sich dieser Koalition an. Napoleon verlor seine Macht in der erzwungen Schlacht in Leipzig, er zog sich zurück. Österreich wollte Frankreich erhalten als Gegenmacht gegenüber Russland und umgekehrt. Napoleon akzeptierte die Friedensbedingungen nicht und wurde verbannt. Nun stand man vor der Aufgabe, das Staatsgefüge neu zu ordnen. Napoleon konnte zwar kurz 1815 den französischen König stürzen, hatte jedoch aber keinen Einfluss. (Herrschaft der 100 Tage) Bereits 1814 wurde ein Kongress aller europäischen Staaten nach Wien einberufen. Die Machtverhältnisse sollten als Grundlage für einen langen Frieden geordnet werden. Durch die kurze Rückkehr Napoleons wurde diese Beratung für diese weile kurz unterbrochen. Am Wiener Kongress nahmen rund 200 Staaten, Städte und Körperschaften teil. Der Österreicher Metternich erzielte mit seinem Metternich’sches System die beste Grundlage für eine lange Friedensperiode. Er machte auch deutlich, das geklärt werden muss, ob es ein deutsches Reich wieder geben soll. (deutsche Frage) Nun brach die Zeit der Restauration an, Metternich sah die Hauptaufgabe darin, wieder stabile und geordnete Verhältnisse herzustellen. Metternichs wollte das Ordnungssystem von Frankreich wieder herstellen, was ihm aber misslang da sich viele Staaten dagegen wehrten. Vor allen die Rheinbundstaaten wollten ihr gerade gewonnene Souveränität nicht mehr abgeben. Gegen äußere und innere Bedrohungen versicherten sich die Mächte der europäischen Restauration Unterstützung. Auch genannt, die heilige Allianz vom September 1815. Der russische Zar, der König von Preußen und der Kaiser aus Österreich versprachen die Bewahrung ihre Monarchien und beschlossen eine gemeinsame Vorgehensweise gegen Revolutionäre Strömungen. Der heiligen Allianz traten bis 1820 alle Fürsten mit Ausnahme des Englischen Königs und des Papstes alle bei.

Aufteilung Europas Ein Kernproblem war die Polnisch-sächsische Frage. Sie drohte sogar den Kongress zu sprengen. Schließlich wurde das Mächtegleichgewicht des 18. Jahrhunderts zwischen England, Frankreich, Österreich , Preußen und Russland wieder hergestellt. Frankreich profitierte und musste keine territorialen Verluste hinnehmen. Der größte Gewinner war England. England konnte seinen Einfluss auf dem Europäischen Einfluss gewaltig ausbreiten. Dem Herrscherhaus Oranien wurde das Königreich der Niederlande zugesprochen..

Der deutsche Bund Nun konnte die Deutsche Neuordnung nur mit der Zustimmung der deutschen mittel und Kleinstaaten beginnen. Keiner von ihnen wollte auf Gebiete verzichten. Ein neues Kaiserreich oder die Restauration des alten Reiches waren nicht möglich, da sie anderen Europäischen Staaten ihre Aufgabe darin sahen, eines neues großes Machtgebilde mitten in Europa zu verhindern. So wollte man einen lockeren Staatenbund unter österreichischer Führung. Der deutsche Bund befriedigte allerdings keine Gruppierungen. Somit gab es Widerstand, den sich aber die alten, aber neu gefestigten Mächte zusammen entgegen stellten. 4. Die Deutsche Revolution 1848 Es entstanden soziale und politische Spannungen, überall in Europa kam es zu Unruhen und Aufständen. Die Revolution richtete sich gegen die Mächte der Restauration und wurde auch Märzrevolution genannt. In den deutschen Fürstentümern nahm die Revolution ihren Anfang und griff schnell auf den gesamten deutschen Bund über. Sie erzwangen die Durchführung von Wahlen und eine verfassungsgegebene Nationalversammlung. Unter anderem auch Presse und Vereins sowie Versammlungsfreiheit und Volksbewaffnung. (Märzforderungen) Die Zentren der Revolution lagen dann in Berlin, Paris, Prag, Budapest und Mailand. 1848 begann dann der Höhepunkt der letzten Phase der Revolution. Die Frankfurter Nationalversammlung. Dort wurde dann um die Anerkennung einer Reichsverfassung mit der deutschen Staaten Regierung gekämpft. Diese entschieden sich für eine Führung Preußens. Diese kleindeutsche Lösung scheiterte jedoch, als König Friedrich Wilhelm IV die Kaiserkrone ablehnte. Dadurch wurden die Mächte der deutschen Fürsten gefestigt und es folgte ein Jahrzehnt der politischen Reaktionen. Die deutsche Revolution scheiterte letztendlich durch die Stärke der gegenrevolutionären Mächte. Unerwartet gab es eine starke und erfolgreiche Reaktion der alten Mächte.

5. Emigration im 19. Jahrhundert Nach der gescheiterten Revolution wanderten im 19. Jahrhundert zahlreiche politische Verfolgte nach Amerika aus. Des weiteren konnte viele kein Bestehen ihrer Existenz in diesem Lande mehr sehen. So gab es eien große Welle der Auswanderung nach Amerika.

6. Die Gründung des deutschen Reiches Bismarck wurde Ministerpräsident in Preußen. Er wollte den preußisch-österreichischen Dualismus im deutschen Bund beseitigen. 1866 wurden erneut mehrere Reformprogramme zur Ordnung des deutschen Bundes vorgelegt. Einen Krieg wollte Bismarck vermeiden, wegen der Eingreifungsgefahr von Frankreich und England. Als der preußische König den Vorschlag der Österreichischen Regierung ablehnte, Holstein gegen Schlesien einzutauschen, war ein Krieg kaum mehr vermeidbar. Österreich brachte die Schleswig-Holstein Frage vor den Bundestag. Preußen sah darin einen Bruch der Vereinbarungen und marschierte in Holstein ein. Die Situation eskalierte. Darauf schlossen sich die meisten Mittelstaaten aus Bündnispflicht und Rechtsgefühl dem deutschen Bund, also Österreich an. Bismarcks Diplomatie gelang es, das eingreifen der europäischen Mächte zu verhindern. Der Krieg dauerte nur wenige Wochen, die Bundestruppen waren schnell geschlagen. Nach der Niederlage Österreichs sicherte sich Preußen im Prager Frieden die Verfügungsgewalt über Norddeutschland. Preußen wurde nun eine Macht von bedrohlicher Stärke. Bismarck nutze geschickt die Luxemburg Krise aus, um Frankreich in die Schranken zu weisen. Die schwäche Frankreichs war der Ausgangspunkt für die deutsche Einigung. Frankreich erklärte nun Preußen den Krieg. Bismarcks geschickte Diplomatie der vergangen Jahren zahlte sich aus, er gewann und nahm in Kauf das er sich den Hass der Nachbarländer zuzog, als er sich Elsass - Lothringen aneignete. Der Sieg gegen Frankreich löste eine nationale Bewegung der Begeisterung aus. Bismarck nutze die einzige Möglichkeit, die deutschen Staaten unter der Führung des preußischen Königs zu vereinen. Er gründete das 2. Deutsche Kaiserreich. Der preußische König als deutscher Kaiser bestimmte fast vollständig über Außenpolitik, Militärwesen und die Regierungsverantwortlichen in Berlin. Das monarchische Element hatte klar Oberhand. Das Schicksal lag also im Kaiser, ob er die Grundlinien der Politik verfolgte oder diese einem fähigen Kanzler übertrug. Nach der Entlassung Bismarcks 1890 ging die Rechnung auf, aber in politischer Hinsicht änderte sich nach 1871 nichts, die Positionen im Reichstag wurde durch die Staatsverwaltung besetzt (nicht durch bekannte Politiker oder Parteien) so hatte der Adel wieder die gleiche Führungsrolle.

7.Grundlinien und regulative Prinzipien der Innen- und Außenpolitik Bismarcks Außenpolitik Das Deutsche Reich war nun als neues Machtzentrum Österreich und Frankreich überlegen. Russland war weiterhin die Landmacht und England die Seemacht. Bismarck strebte ein Bündnissystem an, nachdem alle Beteiligten auf Deutschland angewiesen waren und das gleichzeitig keine Bündnisse gegen das deutsche Reich zuließ. Grundzüge: Erhalt der deutschen Grenzen von 1871 Erhalt des staatlichen Charakter des neuen deutschen Reiches Verzicht auf Kolonien Erwerb Seine Ziele ließen sich ohne Veränderung des Mächtesystems erreichen. Die Kunst lag darin, die politischen Gegensätze von Russland und Großbritannien in Asien sowie Russland, Österreich und Ungarn auf dem Balkan zu berücksichtigen. Frankreich wurde so isoliert, war aber eh seit Elsass Lothringen ein Gegner Deutschlands. Dies war auch der Grund für eine große Feindschaft in den nächsten Jahrzehnten. Bismarck schloss das Dreikaiserabkommen, die Kaiser von Russland, Österreich und Deutschland beschlossen , den Frieden in mitteleuropa zu wahren mit gegenseitiger Militärhilfe. Sie beschlossen auch, gegen Strömungen gemeinsam vorzugehen. Auf dem Berliner Kongress 1878 gelang es Bismarck den europäischen Frieden zu retten, er verhinderte ein Bündnis zwischen Russland und Frankreich und Unterstützte die Versöhnung zwischen Ungarn und Österreich, um Frankreich einen möglichen Bundesgenossen zu entiziehen. Als der Dreikaiserpakt nicht mehr verlängert wurde, schloss Bismarck mit Russland den Rücksicherungsvertrag, Sie verpflichtenden sich bei einem unverschuldendem Angriff für die nächsten 5 Jahre militärischen Beistand. Die europäische Ordnung zerbrach 1890 mit der Entlassung Bismarcks. Innenpolitik Diese schien wohl ohne schlüssiges Konzept gewesen zu sein, am Anfang suchte er die Unterstützung im Reichstag der liberalen Parteien. Er fand Zustimmung gegen den Kulturkampf der kath. Kirche und in der Idee des Freihandels. Die Große Depression 1873 beendete jedoch seinen liberalen Kurs. Bismarck wechselte ins konservative Lager und schlug einen Innenpolischen Weg ein. Er eröffnete 1878 die Sozialistengesetze. (Sozialgesetzgebung) Unfallversicherung, Altersversicherung, Krankenversicherungsgesetz) Diese wurden mit der Einführung der Schutzzölle beigelegt, als Bismarck neue Mehrheiten suchen musste. Bi Bismarck versuchte die Partei der Arbeiter zu bekämpfen, und die unteren Gesellschaftsschichten für sich zu gewinnen, und zwar dies mit einer damaligen vorbildlichen Sozialpolitik. Trotzdem konnte er den Aufstieg der Spd nicht stoppen. Ende des 19. Jahrhunderts war die Spd zu einer einflussreichen parlamentarischen Kraft zusammengewachsen, die dem Obrigkeitsstaatlichen System der Kaiserzeit dauerhaft feindselig gegenüberstand.

--Aragon86 21:14, 11. Mär 2007 (CET)

1. Die großen Revolutionen und ihre Folgen (LK)

Amerikanische Revolution: Emanzipationsbewegungen und revolutionäre Veränderungen in den englischen Kolonien von Nordamerika, die Artikulation von Menschen- und Bürgerrechten, die Leitprinzipien der US-Verfassung und der �Bill of Rights�; Monroe-Doktrin; Die Französische Revolution: Die Krise des Ancien Régime, die Phasen der Revolution und der Weg zur Militärregierung; der Aufstieg Napoleons; die Französische Revolution aus zeitgenössischer und historischer Sicht; Modernisierungsprozesse in den von Napoleon besetzten Ländern; Judenemanzipation; der Wiener Kongress. Die Revolution von 1848: Restauration und Vormärz; Nationalbewusstsein und Nationalstaatsbewegung in Deutschland und Europa; Demokratiebewegung und Revolution 1848; Emigration im 19. Jahrhundert; die Gründung des Deutschen Reiches; Grundlinien und regulative Prinzipien der Innen- und Außenpolitik Bismarcks; Bismarcks Politik im Urteil der Geschichtswissenschaft

2. Die Industrielle Revolution und ihre Folgen

Mechanisierung des Produktionsprozesses: Die technischen, ökonomischen und sozialen Veränderungen; der europäische Liberalismus; die �soziale Frage� und die Lösungsversuche; die Grundthesen des Marxismus; ökologische Folgen der Industrialisierung. Die Frauenfrage im 19. Jahrhundert: Die normative Kraft des bürgerlichen Frauenbildes, die Lage der Arbeiterfrauen, bürgerliche und proletarische Frauenbewegung und ihre ersten Erfolge

Vorbereitung Zentralabitur Hessen, nach Stichpunkten abgearbeitet und zusammengefasst, teilweise Internet (Wikipedia und andere Suchseiten), größten Teils jedoch aus Büchern, in eigenen Wörtern wieder gegeben - Fischer Abiturwissen Geschichte - Geschichtsbuch Oberstufe Band I Cornelsen - Geschichtsbuch Oberstufe Band II Cornelsen - Wir Deutschen, ZDF Dokureihe (Film)

2. Die industrielle Revolution und ihre Folgen

Mechanisierung des Produktionsprozesses Die technischen, ökonomischen Veränderungen Die Industrialisierung veränderte im ungeahnten Ausmaß die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in Europa. Die Wandlungen sind mit den vorhergehenden Epochen nicht zu vergleichen. Die treibenden Kräfte waren die Weiterentwicklung der Produktionsverhältnisse auf der Grundlage des Liberalismus, sowie die Bevölkerungsexplosion. Im Vergleich zu England setzte die Industrialisierung in Deutschland erst spät ein. (1830-1870) Träger waren Adel und Staat, nicht wie England das Bürgertum. Geprägt wurde sie vom Siegeszug der technischen Produktion (neue Erfindungen/Maschinen, höhere Investition, Fachpersonal, Massenproduktion) dem verstärkten Kapitaleinsatz, dem Auf- und Ausbau der Verkehrssysteme und dem Entstehen eines neuen Unternehmertyps. 1850 brachte die hohe Nachfrage nach Maschinen und Eisenbahnen einen großen Aufschwung. Die Zahl der Maschinenfabriken wuchs stetig an. Die Dampfmaschine kam hinzu, der Bergbau mit Erzbedarf steig an, welches wieder bessere und mehr Transportwege forderte.. .Die Arbeiterklasse formierte sich gegen soziale und politische Benachteiligung. Zwischen 1871 und 1914 versechsfachte sich die industrielle Produktion, die Ausfuhren vervierfachten sich. Deutschland blieb trotz der Industrialisierung eines der wichtigsten Agrarländer. Der europäische Liberalismus Als Liberalismus wird eine freiheitliche Gesinnung und politische Richtung verstanden. Zentrale politische Forderungen sind die der Menschenrechte, diese sind vom Staat zu garantieren und haben auch Vorrang vor demokratischen Entscheidungen. Der Liberalismus des frühen 19. Jahrhunderts ging in vielen europäischen Staaten, insbesondere im deutschsprachigen Raum, aber auch in den italienischen und anderen Fürstentümern einher mit dem seit der französischen Revolution fast überall aufblühenden Nationalismus, der zunächst als einheitlich mit den Ideen der Demokratie begriffen wurde. In der Zeit des Vormärzes (1830 –1848) verband sich der Liberalismus mit der Idee nach einem vereinten Deutschland. Die deutsche Fortschrittspartei, erste Partei in Deutschland richtete sich stark nach den liberalen Traditionen aus. Nach dem preußischen Verfassungskonflikt kam es zur Spaltung der liberalen Partei, nachfolgende im deutschen Kaiserreich sind die deutsche Volkspartei und die nationalliberale Partei. Die nationalliberale Partei unterstützte die Regierungspolitik Bismarcks, favorisierte im Prozess der Reichseinigung deshalb eine kleindeutsche Lösung(ohne Österreich), und entwickelte sich sehr schnell in eine konservative Richtung, in der die Einheit und Freiheit der Nation Vorrang vor demokratischen Freiheitsrechten hatte. Diese Partei war lange die stärkste Fraktion im deutschen Kaiserreich. Die deutsche Volkspartei forderte zunächst eine Reichseinigung als großdeutsche Lösung (mit Österreich). Sie vertrat sozialliberale Positionen, forderte demokratische Rechte für den Reichstag sowie soziale Reformen für die ärmeren Schichten der Bevölkerung. Zeitweilig und arbeitete die Deutsche Volkspartei mit der damals noch marxistisch ausgerichteten Sozialdemokratie (vgl. auch SPD) zusammen. Mit dem Aufkommen der Sozialdemokratie mussten die Liberalen nach und nach ihren Einfluss als prägende politische Kraft mit den Sozialisten teilen und - bezogen auf das Wählerpotenzial - bis Anfang des 20. Jahrhunderts an sie abgeben. Die Reichsregierung wurde im Kaiserreich allerdings noch vom Kaiser gewählt und nicht vom Parlament. Dabei fanden die mehrheitlich regierungstreuen Nationalliberalen mehr Berücksichtigung als die Linksliberalen oder die Sozialdemokraten, die in der Zeit der deutschen Monarchie lange Zeit als Staatsfeinde betrachtet und behandelt wurden.

Die ,,soziale Frage’’ und die Lösungsversuche

Als die Soziale Frage bezeichnet die sozialen Missstände, die zur Zeit der Industriellen Revolution auftraten, also dem Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft. In Deutschland war der Beginn dieses Übergangs etwa ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zur Lösung dieser Probleme engagierten sich bäuerliche, bürgerliche, kirchliche Initiativen und nach ihrem Aufkommen dann sozialistische (marxistische) Bewegungen; dann auch der Staat und die Wissenschaften. Die soziale Frage entwickelte sich zu einer der Hauptaufgaben der verantwortlichen Kräfte von Politik und Wirtschaft. Der Staat ging vor gegen Kinderarbeit, Preußen, Bayern und Österreich erließen ca. 1940 erste Jugendschutzgesetze. Frauen wurden vor Schwerstarbeit geschützt, Kinder bekamen ein Mindestmaß an Bildung und es gab Versicherungskassen.

Nun kamen die Theorien von Karl MarxW-Logo.gif und Friedrich EngelsW-Logo.gif.

Deren Gesellschafts, Wirtschafts und Staatstheorie gewann immer mehr Einfluss. Im Revolutionsjahr fasste Marx seine Überlegungen im kommunistischen Manifest zusammen und sagte dem Demokratieprinzip und einer Zusammenarbeit den Kampf an. Er trat für eine Revolution der Arbeiterklasse ein. Eindeutig ist, dass Marx die Bedingung für eine kommunistische Gesellschaft in der Aufhebung des Privateigentums an Produktionsmitteln (Boden, Fabriken, Maschinen etc.) sieht, die nur durch eine grundlegende Änderung der Gesellschaft, die kommunistische Revolution des Proletariats(absolute Unterschicht, Besitzlosen), verwirklicht werden kann. Hinter dem Sozialismus stand keine einheitliche Theorie, vielmehr trat er in mehreren Strömungen auf. Da waren zu einem die Vertreter des wissenschaftlichen Sozialismus mit ihren Gründern Engels und Marx, die einen radikalen Übergang zum sozialistischen System für notwenig erachteten , zum anderen wollten die demokratischen Sozialisten das zusammenleben von Mensch und Staat neu gestalten.

Ab der Jahrhundertmitte versuchten auch die Kirchen (evangelische und katholische) die sozialen Missstände zu mildern. Sie strebten Korrekturen an, aber keine gesellschaftliche Neugestaltung wie die Sozialisten. Zuerst hofften die Kirchen, das Problem der sozialen Frage mit dem Gebot der Nächstenliebe lösen zu können, ab 1860 begann jedoch vor allem die kath. Kirche konkrete Forderungen an den Staat zu stellen.

Auch die Unternehmerischen Lösungsansätze blieben auf wenige private Hilfeleistungen beschränkt. Einige Großunternehmer (krupp/siemens) suchten dennoch Wege. Arbeiterwohnungen entstanden, betriebseigene Läden verkauften günstigere Lebensmittel, Fabrikschulen für Kinder wurden gebaut sowie Bildungseinrichtungen für die Arbeiter.

Arbeiterbewegung

Grundthesen des MarxismusW-Logo.gif

Mehrwerttheorie

Menschliche Arbeit wird als Ware betrachtet, der Preis richtet sich nach den Herstellungskosten, somit dem Wert der Dinge entspricht, die der Arbeit benötigt um seine Arbeitskraft erhalten zu können (Existenzminimum). Der Wert der geleisteten Arbeit übersteigt somit den erhaltenden Lohn.


Akkumulationstheorie: Diesen Mehrwert behält der Unternehmer als Gewinn, kann mehr investieren Kapitalisten werden also immer reiche rund reicher. Konzentrationstheorie Anhäufung des Kapitales passiert insgesamt dann in wenigen Großbetrieben, man bekommt also schließlich weniger Produktionsmittel. Verelendungstheorie Zunahme maschineller Produktionsweisen spart Arbeitskräfte, steigert die Arbeitslosigkeit und drückt die Löhne runter, folge ist die Massenverarmung. Krisentheorie Während die Produktion steigt, sinkt die Kaufkraft. Überproduktion führt zu Krisen, somit sind dann die Möglichkeiten der kapitalistischen Produktionsweisen erschöpft.

Zusammenbruchstheorie Stunde der Proletarier, Revolution. Sie können die Macht übernehmen und die Unternehmer enteignen. Die darauf bestehende Diktatur des Proletariats (Revolution) beseitig alle Klassenunterschiede. Es bildet sich ein eigenes Bündnis mit Wahlen, Staat wird überflüssig. Neben der Umgestaltung des Staates soll auch der Mensch in seinem Denken gemäß den Leitmotiven Gleichheit, Freiheit und Solidarität zum Nutzen der Gemeinschaft verändert werden. Liebknecht und Bebel übernahmen am Ende des 19. Jahrhunderts diese Theorien, also war Deutschland auch durch diese Theorien geprägt, jedoch hat sich die Gesellschaft nicht weiter polarisiert und der Mittelstand blieb erhalten.

Ökologische Folgen der Industrialisierung

Die Industrialisierung verlangte Kapital, welches von Banken, adeligen Großgrundbesitzern, Kaufleuten, dem Kolonialhandel und Handwerkern kam. Es wurden außerdem Kapitalgesellschaften gegründet, die es erlaubten die Investitionssumme auf mehrere Gesellschafter zu verteilen und gemeinsame wirtschaftliche Interessen zu verfolgen. Neue Fabriken wurden gegründet (Gründerzeit), die vertikale Mobilität in der Gesellschaft erlaubte den Aufstieg zum Unternehmer. Technische Erfindung wurde genutzt und verbessert, die Arbeitsteilung und Spezialisierung vorangetrieben und die Betriebe vergrößert. Parallel dazu war der englische Wirtschaftsliberalismus eine wichtige wirtschaftspolitische Voraussetzung für den Beginn der industriellen Revolution. Eine wichtige Antriebskraft für die Industrialisierung war die Bevölkerungsexplosion ab Mitte des 18. Jahrhunderts bis spät ins 19. Jahrhundert. Während im 18. Jahrhundert die Sterberate etwa so hoch war wie die Geburtenrate, erhöhte sich die Zahl der Bevölkerung während der industriellen Revolution explosionsartig. Durch das Angebot an Arbeitskräften aus dem Zustrom überzähliger Landarbeiter und in der industriellen Konkurrenz unterlegener Handwerker konnten Unternehmer teilweise mit Löhnen nahe dem Existenzminimum produzieren und erzielten einen bis heute unerreichten relativen Reichtum. Der Arbeitslohn konnte bei zehnminütigem Zuspätkommen um einen halben Tageslohn gekürzt werden. Ebenso konnten bei fehlerhafter Arbeitsleistung oder Werkzeugbruch Lohnabzug verhängt werden. Üblich waren auch Verlängerung der täglichen Arbeitszeit (bis zu 18 Stunden), keine Sonntagsruhe, unzureichender oder fehlender Arbeitsschutz (Transmissionsbänder der Dampfmaschinen waren eine große Gefahrenquelle). Es gab auch keine Altersversorgung, Unfallversicherung oder Schutz gegen Willkür durch Vorgesetzte, wie z.B. Kündigungsschutz. Die Arbeiter verdienten oftmals zu wenig um ihre Familie zu ernähren. So mussten vor allem in kinderreichen Familien auch Frauen und Kinder Lohnarbeiten annehmen. Frauen arbeiteten in Heimarbeit anstatt wie früher im Verlagssystem, sowie in der bedeutenden Textilindustrie.

Die Frauenfrage im 19. Jahrhundert

Hauptartikel: Die Frauenfrage im 19. Jahrhundert

Der Imperialismus und seine Folgen

Hauptartikel: Der Imperialismus und seine Folgen