Medienkonzept
Aus Wilhelm-Kraft-Gesamtschule
Entwurf (September 2011; Stand Februar 2012)
Inhaltsverzeichnis |
Vorwort
Medien sind selbstverständliche Hilfsmittel des Unterrichts. Lehrkräfte und Lernende setzen diese vielfältig in sinnvoller Weise ein.
Das Medienkonzept der Wilhelm-Kraft-Gesamtschule des Ennepe-Ruhr-Kreises macht einige Grundsätze beim Einsatz von Medien im Unterricht bewusst und erleichtert und effektiviert durch die Festlegung einiger Richtlinien den Umgang mit diesen Medien.
Wenn hier von „Medien“ die Rede ist, so sind damit in erster Linie die digitalen Medien gemeint. Denn diese sind zwar nicht mehr ganz „neu“. Ihre Integration in den Unterricht erfolgt aber - im Unterschied zum Einsatz traditioneller, nicht-digitaler Medien - noch sehr unterschiedlich und ist von vielen Unsicherheiten, unterschiedlichen Meinungen und noch unzureichenden Konzepten begleitet.
Allgemeine Grundsätze
Lehrkräfte planen ihren Unterricht auf der Grundlage bestehender Richtlinien und der von den Fachkonferenzen verabschiedeten schulinternen Unterrichtspartituren. Aufgrund ihrer fachlichen Kompetenzen entscheiden sie dabei im Rahmen dieser Vorgaben auch über die Wahl der geeigneten Medien.
Auch digitale Medien sind inzwischen schon vielfach selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts geworden.
Aufgabe der Fachkonferenzen ist es, fachspezifische digitale Medien, z. B. fachspezifische Software, in die jeweilige Unterrichtspartitur zu integrieren.
Dieses Medienkonzept soll Richtlinien festlegen, die darüber hinaus gehen, und vor allem Perspektiven bieten in Bereichen, die durch die Fachcurricula nicht oder noch nicht geregelt sind.
Dabei soll dieses Medienkonzept vor allem ermutigen, sich mit den Möglichkeiten digitaler Medien für den Unterricht auseinanderzusetzen und Rahmenbedingungen schaffen, die dies erleichtern.
Digitale Medien
Mit dem Begriff "digitale Medien" bezeichnet man alle Medien, die als Hard- oder Software mit digitaler Informationsverarbeitung zu tun haben. Der Begriff digitale Medien umfasst also Software sowie Geräte, die mit Software arbeiten bzw. die Präsentation von digitalen Inhalten ermöglichen.
Konkret geht es also neben Software (Computer-Programmen, Internetseiten etc.) vor allem um folgende Geräte:
- Desktop-Computer
- Laptops bzw. Notebooks, auch so genannte Netbooks
- (digitale) Kameras, Audio- und Videorecorder
- Beamer
- digitale Whiteboards
- Tablet-Computer
- Smartphones
Diese unvollständige Übersicht macht deutlich, dass die Entwicklung im Bereich der digitalen Medien schon nach wenigen Jahren dazu geführt hat, dass z.B. das "neue" Medium Desktop-Computer (Tisch-Rechner) mittlerweile schon relativ antiquiert neben einem Tablet-Computer wie dem iPad wirkt.
Unsere Ziele und Wünsche
Ausstattung der Schule
Computerräume
Unsere Schule verfügt über drei Computerräume, die mit je einem Lehrer- und 15 Schülerarbeitsplätzen ausgestattet sind. Sie verfügen jeweils über einen fest an der Decke installierten Beamer sowie über einen Scanner und einen Drucker.
Auf den Rechnern in diesen Räumen sind neben den Betriebssystem, Bürosoftware und fachspezifische Computerprogramme installiert. Vieles davon findet sich auf allen Rechnern, während etliche Computerprogramme nur für eine eingeschränkte Zahl von Arbeitsplätzen, in der Regel für einen Computerraum zur Verfügung steht.
Selbstlernzentrum
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Schüleraufenthaltsräume
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Fach- und Unterrichtsräume
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Computerklassen (Laptopklassen)
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Bibliothek
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Lehrerzimmer
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Lehrerarbeitszimmer
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Schulentwicklung und digitale Medien
Vorhandene Ressourcen sinnvoll nutzen
Vor der Investition in neue Hard- und Software sollten vorhandene Ressourcen ausgeschöpft werden. Dazu gehört eine intelligente Nutzung z.B. der Computerräume und technischen Geräte, wie dies bereits seit Anfang 2011 über WebUntis möglich ist und vielfältig genutzt wird.
Ein sinnvoller Umgang mit Ressourcen entsteht auch durch die Nutzung freier und kostenloser bzw. preiswerter Software, die häufig eine vollwertige Alternative zu hochpreisigen kommerziellen Produkten darstellt. Und hierzu gehört selbstverständlich auch die Nutzung kostenloser hochwertiger Inhalte aus dem Internet, wie dies z.B. über die Wikipedia und viele öffentliche und private Websites möglich ist.
Damit solche eine sinnvolle Nutzung erfolgen kann, müssen die passenden Voraussetzungen bei Lehrenden und Lernenden gewährleistet sein.
Neue technische Möglichkeiten didaktisch sinnvoll berücksichtigen
Personal-Computer ermöglichen Lehrenden und Lernenden in den Computerräumen, in den Lehrerzimmer und zu Hause, Unterricht sinnvoll vorzubereiten und durchzuführen. Passende Software sowie ergänzende Hardware erhöhen den Nutzen der Computer-, Fach- und Unterrichtsräume.
Sinnvoll gedacht war die Anschaffung eines Laptopwagens, der es ermöglichen sollte, flexibel und leicht in unterschiedlichen Räumen mit einer Lerngruppe Computer unabhängig von den Computerräumen zu ermöglichen. Aufgrund des hierfür – notwendigen – großen und schweren fahr- und abschließbaren Schranks haben sich die Erwartungen in den einen seit … zur Verfügung stehenden Laptopwagen nur begrenzt erfüllt.
Als sehr erfolgreich erweisen sich die digitalen Whiteboards, die seit dem Schuljahr 2010/2011 an unserer Schule vorhanden sind und intensiv genutzt werden: zwei Geräte seit Beginn des Schuljahres in der ersten Laptopklasse im Raum A014 sowie im Raum F111, fünf weitere Geräten seit Beginn des zweiten Halbjahres in verschiedenen Unterrichtsräumen (F023, F024 …). - Die digitalen Whiteboards stehen (in Ergänzung der weiterhin vorhandenen Kreidetafeln) jederzeit zur Verfügung und können ähnlich leicht wie zuvor ein Overhead-Projektor aktiviert und für den Unterricht genutzt werden. Mit ihnen steht quasi ein tafelgroßer Touchscreen zur Verfügung, über den alle Funktionalitäten des angeschlossenen Computers sowie zusätzliche, speziell für diese Whiteboards entwickelte Funktionen genutzt werden können.
In den mit Beginn des Schuljahres 2011/2012 zwei Laptopklassen werden Notebooks genutzt, die die Schülerinnen und Schüler als privates Eigentum erwerben und sowohl in der Schule wie zu Hause nutzen können. Dies ermöglicht neue Formen des Unterricht.
Mittlerweile stehen mit den so genannten Netbooks noch kleinere Notbooks als Alternative zu Laptops bzw. Notebooks zur Verfügung. Für sie spricht ihre geringe Größe und ihr geringes Gewicht.
Und als neueste Entwicklungen stehen mittlerweile Tablet-PCs zur Verfügung, kleine, leichte und flache Computer, die eigentlich nur noch aus einem berührungsintensiven, interaktiven Bildschirm zu bestehen scheinen und über Fingertipps und -gesten gesteuert werden, einschließlich einer über den Bildschirm aktivierbaren Tastatur. Für die Nutzung dieser Tablet-Pcs, sei es ein iPad oder ein Gerät einer anderen Marke, spricht ihre geringe Größe, das geringe Gewicht sowie ihre Leistungsfähigkeit (Batterieleistung für einen vollen Schultag; Speicherplatz für sehr viele Programme und Unterrichtsmedien).
In der Hand vieler Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte befindet sich inzwischen und mit rasch zunehmender Tendenz ein so genanntes Smartphones. Diese sind immer noch Mobiltelefone, sie verfügen aber gleichzeitig die Leistungsfähigkeit vollwertiger Computer und ermöglichen neben dem Telefonieren auch die Internetnutzung sowie die Nutzung vieler Computerprogramme (Apps), die auch für den Unterricht nützlich sein können. - So können die Lernenden mit ihrem Smartphone z.B. recherchieren und dokumentieren. Lehrkräfte können z.B. (sehr platzsparend, schnell und mit passenden Auswertungsfunktionen) Anwesenheitslisten führen und mehr.
Lohnenswert und notwendig ist es zum Nutzen aller Beteiligten, neue technische Möglichkeiten als Chance für Schule und Unterricht zu begreifen. Tablet-PCs und Smartphones eröffnen ähnlich wie Smartboards neue Möglichkeiten, digitale Medien schnell, umkompliziert und zu relativ geringen Kosten in den Unterricht zu integrieren und sinnvolle Brücken zwischen privater und schulischer Nutzung solcher Medien zu schlagen.
Das veränderte Angebot an digitalen Medien erlaubt und fordert auch veränderte, intelligente Nutzungsbedingungen. Warum sollte eine Lehrkraft zum Beispiel nicht vorhandene Smartphones einer Lerngruppe für den Unterricht nutzen? Auch eine kleine Zahl solcher Geräte könnte für Gruppenarbeitsphasen schon ausreichend sein und im Prinzip die gleichen Möglichkeiten bieten wie der Umzug der gesamten Lerngruppe in einen – zuvor reservierten – Computerraum.
Fortbildung
Viele Lehrkräfte nutzen die an unserer Schule vorhandenen digitalen Medien schon seit Jahren sehr erfolgreich. Dennoch besteht ein enormer Fortbildungsbedarf: Neue technische Möglichkeiten wie die digitalen Whiteboards müssen sinnvoll in die vorhandenen Unterrichtspartituren integriert werden. Die Kolleginnen und Kollegen müssen sich in der Anwendung neuer Technologien unterweisen lassen und diese sinnvolle nutzen lernen. Erfahrungsaustausch ist auf verschiedenen Ebenen (Fach, Schule, schulübergreifend) notwendig.
Es wird nicht genügen, dass wir wissen, wie ein Gerät oder eine Software funktioniert, sondern digitale Medien erfüllen in erster Linie eine dienende Funktion zur Erreichung erwünschter Kompetenzen. Medienkompetenz ist dabei nur ein (relativ untergeordneter) Teilbereich.
Karl-Otto Kirst
