Die Tempora in der Erzählung
Aus Digitale Schule Bayern
Inhaltsverzeichnis |
Die Tempora in der Erzählung
- 1. Das Präteritum
In der Erzählung verwendest du das Präteritum als Zeitform, da die Ereignisse in der Vergangenheit liegen. Dabei bilden die regelmäßigen (schwachen) Verben das Präteritum mit einem t zwischen Stamm und Endung:
- ich sag-t-e, du sag-t-est.
Bei den unregelmäßigen (starken) Verben hingegen wechselt der Stammvokal:
- ich schwimme – ich schwamm – ich bin geschwommen
- 2. Das Plusquamperfekt
Für Ereignisse, die sich vor einem Zeitpunkt in der Vergangenheit abgespielt haben, verwendest du hingegen das Plusquamperfekt (Vorvergangenheit). Das Plusquamperfekt wird mit dem Präteritum der Hilfsverben haben und sein und dem Partizip II gebildet wird.
- Ich hatte es mir anders vorgestellt.
- Präteritum von haben Partizip II von vorstellen
- Ich war bereits eingeschlafen.
- Präteritum von sein Partizip II von einschlafen
Das Plusquamperfekt braucht man meist bei Nebensätzen, die mit „nachdem“ eingeleitet werden, da diese eine zeitliche Abfolge festlegen:
- Nachdem er einen Berg an Schokolade gegessen hatte, fing sein Bauch zu grummeln an.
Das heißt: Erst aß er Schokolade und danach fing sein Bauch zu grummeln an.
- 3. Das Erzählpräsens
Du darfst beim Höhepunkt vom Präteritum ins Präsens wechseln. Das wirkt lebendig, anschaulich und nah:
- Übermütig hopste ich in der Tasche herum. Doch das sollte sich rächen. Der Reißverschluss öffnet sich und mein Zwillingsbruder plumpst heraus. Gleich danach überfährt ihn ein Lastwagen. Er lag platt auf der Straße.
Übungen zu den Tempora
Übung 1 Lückentextübung
Übung 2 Till Eulenspiegel
